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Sport und Krebs – wie wichtig ist Sport und Supplemente wirklich bei Krebs?

Krebs ist eine oft schleichende und vielmals unerkannte Krankheit, deren Ausgang für den Betroffenen oft eine Erlösung, für dessen Angehörigen jedoch ein tiefer Schlag ist. Die medikamentöse Behandlung und verschiedenste Chemotherapien sind für den Körper eine immense Belastung; während die den Krebs in manchen Fällen besiegen schädigen sie den Organismus anderweitig. Der Patient magert ab, verliert jegliche Körperbehaarung, was ein Frieren zur Folge hat. Außerdem greift die Chemotherapie auch die gesunden Zellen im Körper an, wodurch unterschiedliche Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, Schleimhautentzündungen, eine Veränderung des Blutbildes, Nervenstörungen oder sogar Herzschäden.

Immer häufiger versuchen Patienten gerade im Frühstadium auch aus Eigeninitiative den Krebs zu bekämpfen. Manch einer schwört auf die bloße Umstellung der Ernährung, aber auch Sport ist ein besonders wichtiger Faktor bei der Krebsheilung und beinahe so wichtig wie die Medizin. Durch Sport besteht zum Beispiel die 50 %ige Chance, den Krebs entweder zu im Wachstum zu hemmen oder sogar ganz zu vernichten. Und selbst wenn man vor der Diagnose keinerlei sportlicher Aktivität nachgegangen ist, so kann der sofortige Beginn mit Diagnose wahre Wunder bewirken.

Muskeltraining und Krebserkrankung

Dass Sport im Allgemeinen den Körper und den Geist fit hält wissen wir längst; doch eine nicht unerhebliche Bedeutung hat er auch im medizinischen Bereich, denn körperliche Betätigung ist durchaus in der Lage, so manche Krankheit zu lindern oder zu heilen. Aber wie genau wirkt sich Sport auf den Krebs aus?

Muskeltraining bei Krebs

Sport-und-Krebs-joggenEine Unzahl an klinischen Studien mit dem Inhalt Krebs und Krebsheilung hat vor allem den Zusammenhang des Sports mit der Gesundung untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass Krebspatienten mit einer aktiven Chemotherapie von erheblich weniger (und auch ein weniger Intensives Auftreten) Nebenwirkungen betroffen waren. Aber nicht nur das, denn an Sportlern diagnostizieren Ärzte den Krebs oftmals schon im Frühstadium, weil Sportler oft feinfühliger mit ihrem Körper umgehen. Stimmt irgendetwas mit dem eigenen Körper nicht, dann merken sie es oft schon bei minimalen Anzeichen im Vorfeld und können nicht nur die Symptome besser beschreiben sondern auch die Stelle der Beschwerde präziser angeben. So kann Sport bei Krebs also auch bereits lange vor der Entstehung positive Auswirkungen auf die Entstehung der Krankheit haben; in manchen Fällen wurde sogar ein Frühstadium diagnostiziert, dass durch entsprechendes Muskeltraining wieder vollkommen abgeklungen ist.

Außerdem ist Sport auch zur Vorbeugung bereits äußerst wichtig: Wer die Muskeln trainiert (man muss dazu nicht einmal zwangsläufig Muskelmasse aufbauen) der kann dem Krebs damit sogar zur Gänze vorbeugen, sofern es sich nicht um eine genetisch vererbte Form handelt.

Prinzipiell eignet sich Sport für jeden Menschen, unabhängig ob er Krebspatient ist, oder nicht.

  • Wenn kein Krebs diagnostiziert ist, und man die einzelnen Muskelfasern regelmäßig beansprucht, kann man dem Krebs zur Gänze vorbeugen
  • Wer stets Muskeltraining betrieben hat und ein Gefühl für seinen Körper entwickelt hat, der kann mit Hilfe des Arztes Krebs bereits frühzeitig erkennen
  • Wer bereits im fortgeschrittenen Stadium an Krebs leidet, der kann durch das Muskeltraining bei Krebs die Krankheit eindämmen; in vielen Fällen wird das Leid gemildert und die Lebenszeit verlängert, vereinzelt ist sogar eine vollständige Heilung nachweisbar

Sport und Krebs, kurz gesagt:
Egal, ob man völlig gesund ist und vorbeugen will, oder ob man bereits eine Diagnose hat – Sport und Krebs sind zwei Komponenten, die sich einfach nicht vertragen, und der Sport ist oftmals stärker; eine dauerhaft unterschätzte Medizin.

Sport und Krebs – Wie es zur Heilung kommen kann

Obwohl es bereits einige erforschte Gebiete von Sport und Krebs gibt, sind viele Details und Spezialthemen noch nicht ganz klar. Die Hauptauswirkung von Sport bei Krebs ist, dass beim Sport die Durchblutung im gesamten Organismus stark gefördert wird. Genau dieses Geschehen erschwert den Krebszellen im Körper nämlich das Überleben und macht es teils sogar unmöglich. Weiters ernähren sich Krebszellen, die sich gerade im Wachstum befinden, hauptsächlich von Glukose – und diese wird durch Muskeltraining bei Krebs (aber auch unabhängig von der Krankheit) verbraucht.

Doch der beste Sport hilft nur begrenzt, wenn die Psyche nicht mitspielt. Wer sich also zum Ziel gesetzt hat, mit Sport den Krebs zu besiegen, der sollte bestenfalls eine Sportart betreiben, die er gerne macht. Denn nur dann wirkt sich der Sport auch auf die Psyche besonders positiv aus, und die positive Laune die durch die ausgeschütteten Glückshormone entstehen verhindern, dass man zu sehr in Selbstmitleid wegen der Krankheit versinkt. Wer verdrießt, fördert das Wachstum der bösartigen Krebszellen.

Sport und Krebs – Welche Sportarten besonders wirksam sind und sich sehr gut eignen

Sport ist nicht immer gleich Sport. Konzentrationssport ist zwar gut für den Geist, Sport bei Krebs meint jedoch überwiegend jenen Sport, der physische Bewegung abverlangt. So zum Beispiel die beiden Oberkategorien Ausdauer- und Kraftsport. Beim Ausdauertraining wird darauf hinruiniert, eine bestimmte Art der Belastung möglichst lange auszuhalten (beispielsweise Joggen, Skilanglauf, Radfahren, Eislaufen, Rudern oder Schwimmen). Krafttraining hingegen ist im Normalfall darauf ausgerichtet, Muskelmasse aufzubauen. Wer dies aber nicht möchte, der kann sich eine angenehme Gewichtsbelastung suchen und kontinuierlich mit dieser trainieren. Auch kombinierte Formen sind möglich, wobei es so manche besonders intensive Varianten gibt (zum Beispiel Freeletics oder Crossfit), die sich eher für junge Menschen eignet.

Prinzipiell ist aber jede Sportart geeignet, bei der sich der Betroffene körperlich betätigen muss. Darunter fallen zum Beispiel:

  • Reitsport
  • Tennis
  • Mountainbiking
  • Street – Workout (Calisthenics, Freeletics)
  • Crossfit
  • klassisches Krafttraining
  • Schlingen- und Zirkeltraining
  • Fußball
  • Schwimmen
  • Joggen
  • Hindernisläufe
  • Skifahren oder Snowboarden
  • Skating
  • Nordic – Walking
  • Body – Combat
  • klassische Aerobic
  • Intervalltraining
  • Tae – Bo
  • Tanzen
  • Kickboxen
  • Volleyball
  • Radfahren

Es gibt jedoch noch unzählige andere Möglichkeiten.

Sport und Krebs – eine kurze Zusammenfassung

  • Sport hindert die bösen Krebszellen durch stärkere Durchblutung (und dem Verbrauch von Glukose) am Wachstum
  • Sport ist für das frühe Stadium ebenso geeignet, wie für das fortgeschrittene Stadium
  • Geeignet zur Krebsbekämpfung ist jede Sportart, die körperliche Betätigung erfordert (Ausdauer und Kraft, aber auch lange Wanderungen, Reitsport oder Cardiotraining)
  • Die Glückshormone, die beim Sport ausgeschüttet werden sorgen selbst während einer intensiv einschlagenden Chemotherapie für besseres Gemüt, und demzufolge für eine positivere Entwicklung
  • Sport kann eine Menge an Nebenwirkungen einer Chemotherapie unterdrücken oder abschwächen
  • Sport und Krebs ist eine Kombination die niemals schädlich ist! Sie verschlechtert die Situation auf keinen Fall.
  • Sport ist in jedem Alter und für jedes Geschlecht wichtig. Auch wenn man keinen Krebs hat, dann jedoch besonders.
  • Wer eine Sportart wählt, die ihm Spaß macht, der profitiert doppelt davon.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Sport Krebs verhindert, oder zumindest eindämmt, liegt bei 50 %

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Sport und Krebs – Tips, die man bei sportlicher Aktivität beachten sollte

Sport-und-KrebsOberste Priorität hat auf alle Fälle die ärztliche Beratung. Wenn Sie beginnen, Sport zu treiben, um dem Krebs den Kampf anzusagen, dann sollten Sie dies unter ärztlicher Aufsicht tun. Je nach Ausprägung empfiehlt der Arzt intensiveres oder weniger anspruchsvolles Training.
Wenn ein gewisses Trainingspensum festgelegt ist, dann übertreiben Sie nicht. Vor allem dann nicht, wenn Sie schwere Medikamente nehmen, die Ihr Bewusstsein und ihren psychischen Zustand beeinträchtigen.
Weiters sollten Sie jegliche Einnahmen von Supplements vermeiden. Vor allem schwere Anabolika und anderweitige Tabletten zum Muskelaufbau, denn diese können gemeinsam mit den eingenommenen Medikamenten gegen den Krebs schwere Nebenwirkungen verursachen oder sogar die Medikamente außer Kraft setzen.
Wenn noch nie Sport in dieser Form getrieben wurde, dann ist es wichtig, sich vor dem regelmäßigen Eigentraining coachen zu lassen. Ein Trainer erklärt die korrekte Ausführung einzelner Übungen, um falsche Körperhaltungen und die damit verbundenen Folgeschäden zu vermeiden. Dies beugt Rücken- und Gelenksproblemen vor.
Ebenfalls wichtig bei Sport und Krebs: wenn Sie Unwohlsein (zum Beispiel Schwindel, Schmerzen, Übelkeit oder Fieber)während des Trainings verspüren, stoppen Sie umgehend. Es macht keinen Sinn, bis zum Exzess Sport zu treiben, wenn die Gesundheit schlussendlich nur darunter leidet.
Beginnen Sie mit dem Training möglichst sofort, wenn Sie eine Krebsdiagnose erhalten (falls Sie vorher nicht trainiert haben).
Legen Sie sich für das Training einen regelmäßigen Zeitplan zurecht. Wenn Sie einen solchen haben, nimmt man sich wesentlich leichter Zeit, als wenn mann ständig daran denken muss, dass man “eigentlich demnächst mal wieder Bewegung machen sollte”. Außerdem ist die Regenerationszeit dann nicht zu lang.

Dieser Artikel dient nur zur Anschauung wie wichtig Sport bei einer Krebserkrankung sein kann.

Quellen:

http://www.krebsgesellschaft.de/download/bkg_broschuere_krebs-und-sport_2013.pdf

https://www.aerzteblatt.de/archiv/63651/Onkologie-Sport-ist-so-wichtig-wie-ein-Krebsmedikament

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